{"id":367,"date":"2016-09-20T09:42:26","date_gmt":"2016-09-20T08:42:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.protontherapie.fr\/wordpress\/?page_id=367&#038;lang=de"},"modified":"2016-09-20T09:56:43","modified_gmt":"2016-09-20T08:56:43","slug":"tumeurs-des-sinusde-la-base-du-cranechordomeset-chondrosarcomes","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.protontherapie.fr\/de\/tumeurs-des-sinusde-la-base-du-cranechordomeset-chondrosarcomes\/","title":{"rendered":"Tumoren der Nasennebenh\u00f6hle, an der Sch\u00e4delbasis, Chordome, Chondrosarkome"},"content":{"rendered":"<div class=\"accordion\" data-accordion>\n<div data-control>\n<h3 id=\"first-click\">Beschreibung<\/h3>\n<\/div>\n<div data-content>\n<article id=\"first\" class=\"more default\">\n<p class=\"top\">\nTumoren an der Sch\u00e4delbasis (im kn\u00f6chernen Bereich), in den Nebenh\u00f6hlen bzw. in der N\u00e4he der Nebenh\u00f6hlen (kn\u00f6cherne Hohlr\u00e4ume im Gesichtsbereich) sind sehr selten. Im Allgemeinen sind sie nicht leicht zu operieren, oder wenn sie es sind, kann es sein, dass es dem Chirurgen nicht gelingt, das Tumorgewebe komplett zu entfernen, ohne dabei schwere Folgesch\u00e4den zu verursachen.<\/p>\n<p class=\"bottom\">Diese Tumoren weisen die Besonderheit auf, gegen die Strahlentherapie resistent zu sein, und erfordern hohe Strahlendosen. Die Protonentherapie, pr\u00e4ziser als die herk\u00f6mmliche Strahlentherapie, kann f\u00fcr Tumoren, die h\u00e4ufig neben dem gesunden Gewebe liegen, das sehr sensibel auf starke Bestrahlungen reagiert, einen gro\u00dfen Unterschied darstellen.\n<\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"accordion\" data-accordion>\n<div data-control>\n<h3>Ablauf der Behandlung<\/h3>\n<\/div>\n<div data-content>\n<article id=\"titi\" class=\"more\">\n<div class=\"principal-suite\">\n<p class=\"color-1 italique top\"><strong>\u00c4rztliches Gespr\u00e4ch, Simulation der Behandlung auf dem Computer, fach\u00fcbergreifende Besprechung <\/strong><\/p>\n<p>Der Onkologe\/ Strahlentherapeut f\u00fchrt mit jedem Patienten ein Gespr\u00e4ch, um s\u00e4mtliche klinischen, radiologischen und histologischen Informationen zu sammeln. Anschlie\u00dfend legt er die Patientenakte in der interdisziplin\u00e4ren Besprechung vor, in der \u00fcber die Indikation zur Protonentherapie entschieden wird.<\/p>\n<p>Wenn keine andere offensichtliche klinische Indikation vorliegt und bevor das Gespr\u00e4ch stattfindet, l\u00e4sst sich anhand einer Computer-Simulation der geplanten Behandlung einsch\u00e4tzen, wie hoch der Nutzen der Protonentherapie gegen\u00fcber einer konventionellen Strahlentherapie mit Photonen oder Elektronen ist. Es ist auch m\u00f6glich, dass <span class=\"important\">die konventionelle Behandlung geeignet und die Protonentherapie nicht notwendig ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"bottom\">Zur Simulation der Behandlung wird ein Scan (ein sogenannter Lokalisierungs- oder \u00dcbersichts-Scan) der zu behandelnden Zone in der Behandlungsposition durchgef\u00fchrt. F\u00fcr diesen Scan kann das Einspritzen eines Kontrastmittels erforderlich sein. Um die zu behandelnde Zone perfekt zu fixieren, kann Material eingesetzt werden, wie z.B. eine Kunststoffmaske f\u00fcr Bestrahlungen am Kopf. Der \u00dcbersichts-Scan dient nicht der Diagnose, sondern zum Erstellen von Bildern, auf denen der Strahlentherapeut die Zonen eintr\u00e4gt, die zu behandeln sind und die auszusparen sind. Anschlie\u00dfend werden auf dem Computer der Behandlungsplan und die beste Kombination der Strahlenb\u00fcndel simuliert, um<span class=\"important\"> den Tumor gezielt zu bestrahlen und die umliegenden gesunden Gewebe m\u00f6glichst zu schonen.<\/span><\/p>\n<div class=\"illustration\">\n<figure><figcaption class=\"col-md-12\">Mithilfe eines \u00dcbersichts-Scans werden Bilder erstellt, welche die Zonen zeigen, die zu behandeln sind und die auszusparen sind. Wie nebenstehendes Beispiel zeigt, wird eine Maske verwendet, um den Kopf zu fixieren und die L\u00e4sionen am Kopf stets in der gleichen Position zu behandeln. Mithilfe dieser Markierungspunkte bzw. Markierungen an der Maske und unter Zuhilfenahme von Laserstrahlen wird die Position nachkorrigiert, um damit st\u00e4ndig die zu behandelnde Zone beizubehalten, indem diese Laser auf die Hautmarkierungspunkte oder Markierungen an der Maske ausgerichtet werden.<br \/>\n<\/figcaption><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.protontherapie.fr\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/scan-reperage.jpg\" alt=\"scan-reperage\" width=\"825\" height=\"414\" class=\"alignnone size-full wp-image-117\" srcset=\"https:\/\/www.protontherapie.fr\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/scan-reperage.jpg 825w, https:\/\/www.protontherapie.fr\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/scan-reperage-300x151.jpg 300w, https:\/\/www.protontherapie.fr\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/scan-reperage-768x385.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px\" \/><br \/>\n<\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"color-1\">\nIm Fall einer Chemotherapie findet ein Arztgespr\u00e4ch in Nizza und\/oder am Wohnort statt, um die Chemotherapie, wenn sie angezeigt ist, mit der Strahlentherapie zu kombinieren. <\/p>\n<h4 class=\"color-2 italique\">Einleiten der Behandlung<\/h4>\n<p class=\"bottom\">Die zu verabreichende Gesamtdosis der Bestrahlung wird in mehrere kleine Dosen unterteilt, meistens zwischen 1,8 und 2 Gy. Diese Dosen werden t\u00e4glich verabreicht (eine Dosis pro Tag), au\u00dfer an den Wochenenden und Feiertagen. Die gesamte Bestrahlungsdauer erstreckt sich somit \u00fcber mehrere Wochen (ein bis eineinhalb Monate). Der Patient wird einmal w\u00f6chentlich oder bei Bedarf h\u00e4ufiger von einem Arzt untersucht, um die Symptome in Verbindung mit der Bestrahlung zu erkennen und zu behandeln. Alle Patienten werden zudem mehrere Wochen nach der Bestrahlung von einem Arzt untersucht (in Nizza oder in einem anderen Referenzzentrum), um die unmittelbare Vertr\u00e4glichkeit der Behandlung zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"accordion\" data-accordion>\n<div data-control>\n<h3>Nebenwirkungen<\/h3>\n<\/div>\n<div data-content>\n<article id=\"tutu\" class=\"more\">\n<p class=\"top\">Die Nebenwirkungen h\u00e4ngen von der behandelten Zone und von der nicht im Vorfeld einsch\u00e4tzbaren Empfindlichkeit des einzelnen ab. Einige Patienten werden keine Nebenwirkungen haben, bei anderen wiederum werden Nebenwirkungen auftreten. Die folgenden Aufz\u00e4hlungen sind nicht ersch\u00f6pfend, und die Nebenwirkungen k\u00f6nnen je nach Gr\u00f6\u00dfe und Lage des Tumors unterschiedlich sein. Diese Unterschiede erkl\u00e4rt der Strahlentherapeut im \u00e4rztlichen Gespr\u00e4ch, und wie stark mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, l\u00e4sst sich nach dem Durchf\u00fchren der Dosimetrie genauer einsch\u00e4tzen. <\/p>\n<p class=\" color-1\">\nFolgende Komplikationen k\u00f6nnen im Verlauf der Bestrahlung der Tumoren der Sinush\u00f6hlen, der Sch\u00e4delbasis, Chordome und Chondrosarkome auftreten: <\/p>\n<p>\n&#8211; M\u00fcdigkeit, Kopfschmerzen;<br \/>\n&#8211; Entz\u00fcndungen in der Mundh\u00f6hle und in bestimmten F\u00e4llen vor\u00fcbergehender Geschmacksverlust,<br \/>\n&#8211; Abnahme des Speichels, eventuell Bildung von Karies aufgrund einer chronischen Abnahme des Speichels, und in seltenen F\u00e4llen Spontanfraktur des Kiefers nach zahn\u00e4rztlicher Behandlung in der bestrahlten Zone, auch mehrere Jahre nach der Bestrahlung (die zahn\u00e4rztlichen Behandlungen m\u00fcssen in diesen F\u00e4llen vor der Bestrahlung erfolgen);<br \/>\n&#8211; die hormonelle Steuerung kann beeintr\u00e4chtigt werden (Sexuualhormone, Schilddr\u00fcse, das Stresshormon Cortisol, Wachstumshormone) je nach Lokalisation des Tumors;<br \/>\n&#8211; falls der Tumor sehr nahe n den Nerven liegt, k\u00f6nnen Nerven besch\u00e4digt werden, um die Chancen zu erh\u00f6hen, den Tumor unter Kontrolle zu bringen. Meistens werden die Nerven ohnehin durch den lokal fortschreitenden Tumor besch\u00e4digt. Je nachdem, welche Nerven betroffen sind, kann es zu einer Verschlechterung der Sehf\u00e4higkeit, des Geh\u00f6rs, der Empfindlichkeit oder der Motorik des Gesichts usw. kommen.<br \/>\n&#8211; m\u00f6gliche Schluckbeschwerden aufgrund der Notwendigkeit, die Schluckmuskeln zu bestrahlen, was dazu f\u00fchrt, dass die Nahrung in die Luftr\u00f6hre gelangt;<br \/>\n &#8211; sehr selten sind Gef\u00e4\u00dfst\u00f6rungen Jahre sp\u00e4ter mit m\u00f6glichem Schlaganfall oder Auftreten von strahleninduziertem Krebs, ebenfalls Jahre nach der Behandlung; das Risiko dieser Toxizit\u00e4t wird durch die Verwendung von Protonen verringert.\n<\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschreibung Tumoren an der Sch\u00e4delbasis (im kn\u00f6chernen Bereich), in den Nebenh\u00f6hlen bzw. in der N\u00e4he der Nebenh\u00f6hlen (kn\u00f6cherne Hohlr\u00e4ume im Gesichtsbereich) sind sehr selten. 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